Proximale Humerusfrakturen im Alter: Ist die inverse Schulterprothese der Plattenosteosynthese überlegen?
Frakturen sind oft ein sehr präsenter, wenn auch eher unerwünschter Begleiter des alltäglichen Lebens bei älteren Personen. So auch die proximale Humerusschaftfraktur. Wenn du an deinen Physio- Alltag denkst und überlegst, wie viele Patient:innen du aktuell oder bisher nach einer Operation oder zur konservativen Behandlung einer Humerusfraktur betreut hast, dann sind es wahrscheinlich nicht wenige. Die meisten Betroffenen werden operiert. Dabei wird oft eine inverse Schulterprothese eingesetzt, das “Standardprozedere” bei älteren Menschen. Aber ist das wirklich der einzig richtige Weg? Ich habe mir die Frage gestellt, ob eine inverse Schulterprothese wirklich immer die einzige Option ist, wenn sich eine ältere Person den Humerus bricht. So wurde es mir zumindest während der Ausbildung beigebracht und im klinischen Alltag kommt es auch sehr häufig vor. Aber gibt es keine andere Option, die vielleicht bessere langfristige Ergebnisse erzielen kann und wenn ja, was sind die Voraussetzungen, die eine betroffene Person mitbringen muss?
Dieser Fragestellung will ich mich mit diesem Review widmen. In den folgenden Abschnitten werden von Iking et al. (2025) zwei gängige Operationstechniken: die Implantation einer inversen Schulterprothese und der Einsatz einer Plattenosteosynthese miteinander verglichen [1].
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