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Schwindel verstehen, differenzieren und behandeln

Lea Schütt

Ein:e Patient:in setzt sich auf die Behandlungsbank, wirkt angespannt. „Mir ist ständig schwindelig. Manchmal dreht sich alles, manchmal schwanke ich einfach – ich traue mich kaum noch raus.“

Schwindel ist kein eigenständiges Krankheitsbild – sondern ein Symptom. Und genau das macht ihn so herausfordernd. Drehschwindel, Schwankschwindel, Benommenheit, Gangunsicherheit: Hinter diesen Beschreibungen verbergen sich unterschiedlichste Pathomechanismen – von benignem Lagerungsschwindel über akute vestibuläre Ausfälle bis hin zu persistierendem postural-perzeptivem Schwindel (PPPD).

Für viele Betroffene bedeutet Schwindel Kontrollverlust. Für uns als Physiotherapeut:innen bedeutet er eine klinische Herausforderung, auch unter Anbetracht, dass Schwindel erstmal eine Red Flag darstellt – und wir schwerwiegende Pathologien, die dahinter stecken könnten, im Kopf haben sollten. Das Symptom zeigt so deutlich, wie wichtig eine strukturierte Befundung und differenzialdiagnostisches Denken sind.  

Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Schwindelformen, ordnet sie ein und zeigt, welche Rolle die Physiotherapie in Diagnostik und Behandlung spielt. Denn Schwindel ist komplex und stellt viele vor Herausforderungen und ungeklärte Fragen.

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