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Funktionelles Training: Hype oder leistungssteigernde Realität?

Alessandra Reiff
Wissenschaftliche Referenz: W. Xiao u. a., „Effects of functional training on physical and technical performance among the athletic population: a systematic review and narrative synthesis“, BMC Sports Sci. Med. Rehabil., Bd. 17, Nr. 1, S. 2, Jan. 2025, doi: 10.1186/s13102-024-01040-y [1].

In der modernen Trainingspraxis verschwimmen die Grenzen zwischen Kraft-, Ausdauer- und Techniktraining immer stärker. Formate wie Hybrid Training oder Wettkampfformen wie HYROX zeigen, dass Athlet:innen heute nicht nur isolierte Kraft oder Ausdauer, sondern komplexe, koordinativ anspruchsvolle Bewegungen gleichzeitig abrufen müssen.
Gleichzeitig ist Krafttraining in vielen Sportarten, insbesondere im Mannschaftssport, nach wie vor wenig beliebt. Auch im Reha-Kontext stehen Therapeut:innen vor der Herausforderung, Patient:innen für Kraftübungen zu motivieren – häufig wird versucht, die Übungen unterhaltsamer zu gestalten, da reines Krafttraining oft als monoton oder langweilig empfunden wird.
Funktionelles Training reagiert genau auf diese Anforderungen, indem es komplexe, mehrgelenkige Bewegungen in sportnahe und praxisrelevante Kontexte integriert. Trotz wachsender Beliebtheit – sowohl in der Trainingspraxis als auch in den sozialen Medien – ist bislang unklar, in welchem Umfang funktionelles Training tatsächlich messbare Vorteile gegenüber klassischen Trainingsformen bietet.

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