Ist Krafttraining Anti-Aging für unser Gehirn geeignet?
Altern ist ein unausweichlicher Prozess, dem sich kein Mensch entziehen kann. Während die Wissenschaft bislang keinen Weg gefunden hat, das Altern grundlegend aufzuhalten, weiß man heute mehr denn je darüber, wie wir diesen Prozess aktiv mitgestalten können. Denn ob wir im hohen Alter fit, geistig klar und körperlich leistungsfähig sind, hängt nicht allein von unseren Genen ab – auch unser Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle.
Besonders prägend sind dabei Gewohnheiten, die wir früh im Leben etablieren. Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und mentale Aktivität gelten als wichtige Säulen eines gesunden Alterns. Doch was gilt für Menschen, die erst spät beginnen, ihren Alltag umzustellen – etwa wer jahrelang körperlich inaktiv war und erst im mittleren oder höheren Lebensalter einen aktiven Lebensstil anstrebt? Ist ein solcher Wandel dann überhaupt noch sinnvoll, oder hat das Fenster der Möglichkeiten sich längst geschlossen?
Diese Frage ist nicht nur wissenschaftlich relevant, sondern berührt das Leben vieler Menschen unmittelbar. Gerade mit Blick auf die alternde Gesellschaft und die steigende Zahl altersbedingter Erkrankungen – darunter kognitive Abbauprozesse wie Demenz oder Alzheimer – gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Das vorliegende Review nimmt sich dieser Fragestellung an und beleuchtet, ob und inwieweit Krafttraining den Alterungsprozess des Gehirns verlangsamen oder positiv beeinflussen kann – unabhängig davon, in welchem Lebensabschnitt man damit beginnt.
Jetzt Mitglied der DK Academy werden und diesen Artikel weiterlesen
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen