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Operieren oder abwarten? Ergebnisse 11 Jahre nach VKB-Ruptur

Lea Schütt
Wissenschaftliche Referenz: L. S. Lohmander, F. W. Roemer, R. B. Frobell, und E. M. Roos, „Treatment for Acute Anterior Cruciate Ligament Tear in Young Active Adults“, NEJM Evid., Bd. 2, Nr. 8, Juli 2023, doi: 10.1056/EVIDoa2200287 [1].

Eine 23-jährige Fußballerin sitzt vor dir auf der Behandlungsliege. Das Knie geschwollen, der Blick unsicher. „Der Orthopäde sagt, ich sollte mich schnell operieren lassen – sonst wird das nie wieder wie vorher.“ Viele Physiotherapeut:innen haben das schon mal erlebt. Die Frage nach der richtigen Therapie nach einer vorderen Kreuzbandruptur wird oft gestellt und selten eindeutig beantwortet. Kann man sie überhaupt eindeutig beantworten?
Über Jahre galt die frühe operative Rekonstruktion des VKB (Vorderes Kreuzband) als Goldstandard, insbesondere bei jungen, sportlich aktiven Patient:innen. Doch was, wenn strukturierte Rehabilitation allein ausreichen würde? Was, wenn wir als Physiotherapeut:innen eine größere Rolle spielen, als nur „prä- und postoperativ“ zu begleiten?

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