Schulterschmerzen – Ist spezifisches Training überhaupt notwendig?
Frau M. ist 52 Jahre alt und leidet seit Monaten unter Schmerzen in der Schulter – besonders beim Heben des Arms oder bei Überkopfarbeiten. Die Diagnose: rotatorenmanschettenbedingter Schulterschmerz (Rotator Cuff–Related Shoulder Pain, RCRSP). Beschwerden wie diese gehören zu den häufigsten muskuloskelettalen Problemen und betreffen Menschen aller Altersgruppen. Die Ursachen sind vielfältig. Die konservative Therapie – insbesondere Bewegungstherapie kombiniert mit Edukation – gilt als Standard in der Erstbehandlung. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Schulterfunktion zu verbessern und die Belastbarkeit zu steigern. Doch trotz zahlreicher Studien bleibt unklar, welche Übungen, in welcher Dosierung, mit welcher Intensität, am wirksamsten sind. Das FITT-Prinzip (Frequenz, Intensität, Typ, Zeit) bietet eine Grundlage zur Beschreibung und Planung von Training. Es könnte helfen, effektive Komponenten der Bewegungstherapie gezielt zu identifizieren [1]. Aber wie genau sollte ein Übungsprogramm für RCRSP aussehen, um wirklich wirksam zu sein?
Ziel der hier vorgestellten Studie ist es, die Wirksamkeit von Übungsinterventionen mit unterschiedlicher Frequenz, Intensität, Art und Dauer (FITT) auf Schulterschmerzen und funktionelle Einschränkungen bei Personen mit rotatorenmanschettenbedingten Schulterschmerzen (RCRSP) zu untersuchen.
Jetzt Mitglied der DK Academy werden und diesen Artikel weiterlesen
Bereits Mitglied? Jetzt einloggen