Physioalltag: Wie beginne ich die ersten Sprünge mit meinem Patienten?
Sprungübungen sind ein essenzieller Bestandteil in der Rehabilitation nach einer Verletzung der unteren Extremität, vor allem mit dem Ziel, wieder in dynamische Sportarten zurückzukehren. Ihr gezielter und strukturierter Einsatz ist entscheidend, um die Rückkehr in sportliche Aktivitäten sicher und effektiv zu gestalten. Für Physiotherapeut*innen stellt sich dabei oft die Frage: Wann und wie beginne ich Sprungtraining in der Reha – und worauf sollte ich achten?
Eine fundierte Antwort liefert das Konzept der „10 Task Progression“, das eine aufgabenorientierte Herangehensweise an die funktionelle Rehabilitation nach VKB-Ruptur bietet und auf andere Verletzungen der unteren Extremität übertragen werden kann. Dieser evidenzbasierte Ansatz hilft nicht nur dabei, die Therapie systematisch zu strukturieren, sondern fördert auch die Autonomie und Motivation der Patient*innen [1].
Die Progression orientiert sich an vier zentralen Kriterien:
– Gelenkverträglichkeit
– Muskuläre Kraft
– Bewegungsqualität
– Muskelkater / Belastungsverträglichkeit
[1]
Ziel ist es, eine sichere und qualitative Rückkehr zur Bewegung und letztlich zum Sport zu ermöglichen. Die genannten Kriterien können dir dabei auch gezielt als Orientierung für die Sprungprogression dienen [1]. In diesem Praxistipp möchte ich dir ganz konkret zeigen, wie du das Sprungtraining in der Reha einleitest, worauf du dabei achten solltest und welche bewährten Strategien dir helfen können.
Falls du vorab noch einen Überblick über die „10 Task Progression“ als Grundlage dieses Artikels brauchst, findest du hier weitere Informationen. Eine allgemeine Übersicht zur Sprungprogression – von beidbeinig bis einbeinig und hin zu komplexeren, plyometrischen Übungen – haben wir dir hier zusammengestellt.
Legen wir los – mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Sprungstart in der Reha.
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